Vortragsabend über Werbestrategien in der Tierindustrie

Am Montag, 07.12., organisieren wir einen Vortragsabend zum Thema Fleischvermarktung – Werbestrategien der Tierindustrie.

Die Philosophin Friederike Schmitz wird in Ihrem Vortrag darauf eingehen, wie Lobby-Organisationen auf die gesellschaftliche Debatte zur Nutztierhaltung Einfluss nehmen und dabei ein Bild der Nutztierhaltung zeichnen, das mit der Realität nicht viel zu tun hat.

Anschließend an den Vortrag gibt es die Möglichkeit, Fragen an die Vortragende zu stellen beziehungsweise im Plenum über die Thematik zu diskutieren.


Wann: Einlass 19 Uhr, Beginn 19:15 Uhr (Eintritt frei)

Wo: Vortragsraum der KIT Bibliothek (Campus Süd), im dritten Obergeschoss des Neubau (Raumplan der Bibliothek, unteres rechtes Eck)


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Hier eine kurze Einleitung:

Seien es die Zustände in Schweineställen, das Schreddern von Eintagsküken oder der Umgang mit „Wegwerfkühen“: Die Kritik an der gegenwärtigen Nutztierhaltung lässt nicht nach. Zeit, etwas zu ändern? Nein, Zeit für mehr Öffentlichkeitsarbeit!

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, sagt:
„Es gibt eine große, kontinuierlich wachsende Gruppe an Verbrauchern, die der Landwirtschaft skeptisch gegenüber stehen. So vielfältig die Gründe dafür im Einzelnen auch sein mögen, sie lassen sich alle auf einen Punkt zurückführen: Unwissenheit beziehungsweise Halbwissen.“

Seit Jahren schreiben sich die Lobby-Verbände der deutschen Landwirtschaft „Information“ und „Transparenz“ auf die Fahnen. Sie organisieren Veranstaltungen, drucken Plakate, verteilen Broschüren, drehen Filmchen, gestalten immer neue Internetseiten und produzieren nicht zuletzt Berge von kostenlosen Lehrmaterialien für Schulen, die jährlich mehrere Millionen Menschen erreichen. Doch wie „objektiv“, „sachlich“ und „ideologiefrei“ sind diese Informationen wirklich, wie „ehrlich“ und „transparent“ ist die Tierindustrie?

Der Vortrag zeigt anhand vieler konkreter Beispiele und anhand allgemeiner Analysen, wie die Lobby-Organisationen auf die gesellschaftliche Debatte zur Nutztierhaltung Einfluss nehmen – und dabei ein Bild der Nutztierhaltung zeichnen, das mit der Realität nicht viel zu tun hat.


 

Und hier rückblickend ein Eindruck vom Vortragsabend:

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Vielen Dank Friederike, dass du den Vortrag hier bei uns gehalten hast! Es war sehr interessant, vor allem auch die ausgiebige Diskussion im Anschluss.